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Das ist NUR ein prüfender Blick durch die Kamera. Ansonsten überlasse ich das Drehen dem Profi, ganz besonders gern dem Dietmar - sieh nächstes Foto 

Auf meine drei "Lieblingsfilme" der letzten Jahre möchte ich hier noch einmal gesondert eingehen.

Alle drei mit unserem Ex-Kommilitonen aus Babelsberg Dietmar Hösel an der Kamera, der heute nicht nur Kollege, sondern auch guter Freund ist. Ihm verdanken diese Filme eine brillante Bildsprache.

Infos über Dietmar und seine Arbeit ( der übrigens aus meiner Heimatstadt Flöha kommt - und nicht verwandt ist mit den Hösels, in deren Familie meine Mama Lisa 1939 eingeheiratet hatte ) unter: www.hoeselfilm.de  

Geschnitten wurden diese Filme von Frank Rinnelt, studierter Regisseur und auch Ex-Kommilitone. Frank ist ebenfalls ein enger Freund von uns. Er arbeitet seit vielen Jahren als Cutter, wobei der gute alte Begriff "Schnittmeister" richtiger wäre, denn er ist ein Meister seines Fachs.

Frank ( rechts ) mit unserem Freund und Lehrer von der HFF, Peter Hoff im Jahr 2000.             Mehr über Peter unter: Prosa von Eva --> Nachruf für Peter Hoff    


Und nun zu den Filmen:

“Unterwegs mit Ödipus - Ein Reiseführer durch Freuds Leben” ( Feature - Arte: 50 Minuten / mdr: 45 Minuten )

Zwei Jahre hatten die Vorbereitungen gedauert ( Dank hier an meine Redakteurin im mdr , Dr. Martina Wagner für die fantastische dramaturgische Betreuung, an den Fachberater und Freud-Biografen Dr. Christfried Tögel für das perfekte Briefing und an den Produktionsleiter der Redaktion Bildung und Wissenschaft im mdr, Hartmut Kopp, für das Geld für diese Produktion ).

Auch im Nachhinein bin ich recht stolz auf diesen Film, der im August 2000 im Rahmen eines ARTE-Themenabends über Freud zum ersten Mal gesendet wurde.   

Darüber hinaus können wir - Dietmar Hösel an der Kamera, Anke Lorenz, unsere wuselig-perfekte Aufnahmeleiterin vom mdr und ich, die Autorin - heute sagen:                                                                                                Diese Dreharbeiten waren die verrückteste, produktivste und schönste Dienstreise unseres Lebens!     

Das "Dream-Team" in einem Londoner Taxi 

Im Frühjahr 2000 ging es endlich los.  In insgesamt nur elf Tagen drehten wir drei uns - wörtlich - durch die Städte Athen, Wien, Paris und London, mit jeweils angemieteter Technik und einheimischen Assistenten.      

Die jeweiligen Drehgenehmigungen waren zu Hause in Leipzig bereits vorbereitet worden. Während Anke vor Ort mit den betreffenden Stellen noch einmal "Nägel mit Köpfen machte", waren Dietmar und ich auf Motivbesichtigung. An den jeweils nächsten Tagen wurde dann gedreht.

Die Akropolis zu sehen war ein Kindheitstraum von Freud. Deshalb ist unsere erste Station Athen Foto: D. Hösel

Es sieht aus, als hätten wir viel Zeit - wie hier beim Essen in Athens Altstadt, der Plaka - doch  Gelegenheit zu solch geruhsamen Bildern gibt es selten.     Foto: A. Lorenz

Mit Stopp-Uhr und Manuskript werden bestimmte Einstellungen  "ausgemessen"     Foto: D. Hösel

Nach unseren Dreharbeiten in Athen geht es nach... Foto: A. Lorenz

... Wien. Nein, der Kameramann hat sich nicht verletzt! Statt dessen macht er eine Kamera-Fahrt durch die Arkaden der Uni. Freud hatte als junger Mann davon geträumt, sich einmal in die Reihe der dort ausgestellten Professoren-Büsten einzureihen... Nun, er hat es geschafft!                                                       Foto: A. Lorenz


Wir drehen auch in einem Labor der Uni Wien, wo  Freud von seiner fernen Verlobten Martha träumte... Foto: A. Lorenz

Oberhalb der Stadt verbrachte Freud mit seiner Familie viele Jahre lang die Sommerzeit. Dort kam ihm die Idee zur "Traumdeutung". Das Haus, in dem das geschah, steht nicht mehr, heute erinnert eine Stele daran. Davor "inszenieren" Anke und ich fliegende Blätter mit dem Film-Manuskript.   Foto: D. Hösel

Abends im Hotel in Wien: Anke schreibt die Dispo für den nächsten Tag, während ich am Manuskript puzzle.       Foto: D. Hösel

Derweil sichtet Dietmar das über den Tag gedrehte Material   Foto: A. Lorenz

Krisensitzung in einem Restaurant im Wiener Prater: Wir wollen Familien auf alten Karussells drehen, um mit assoziativen Bildern über Freuds Verhältnis zu seiner Mutter zu erzählen. Doch der Winter ist noch einmal zurück gekommen, es ist eklig kalt und leer im Prater. Anke löst das Problem und organisiert statt dessen einen Dreh auf einem Rummelplatz mit historischen Karussells in Berlin.  

Doch erst einmal geht es zu unserer nächsten Reisestation:  Paris, wo Freud studierte und sich erstmals mit der Hysterie beschäftigte... 

... die Türme von Notre Dame waren für Freud ein beliebter Rückzugsort... - Grund genug, mit der Kamera hinaufzuklettern!        Foto: A. Lorenz

Auch der Louvre hatte es Freud angetan, er liebte   besonders die "Venus von Milo", die ihn an seine Verlobte Martha erinnerte...      Doch hier führt kein Weg zu einer Dreh-genehmigung. Nach spontanem Grübeln die Lösung: Dann eben Fotos - denn eine Foto-genehmgung zu bekommen, erweist sich nicht als Problem. Fotos: D. Hösel

Am Ende, im Film, werden Dietmars brillante schwarz-weiß-Fotos sich so perfekt einfügen, als hätten wir nie die Idee gehabt, die "Venus von Milo" in bewegten Bildern zu zeigen.    Foto: A. Lorenz

Und während Dietmar die schöne Venus - und danach uns -  fotografiert, planen Anke und ich schon den nächsten Drehtag.

Der letzte Abend in Paris...       Foto: A. Lorenz

...dann geht es weiter nach London, wo Freud seine letzten Jahre verbrachte   Foto: A. Lorenz


Dreh am Londoner Hide-Park  Foto: A. Lorenz

und in Freuds Arbeitszimmer in London      Foto: Dr. C. Tögel 

Besonders die Antiquitäten, die Freud in seinem Arbeitszimmer um sich versammelte, spielen eine wichtige Rolle im Film     Foto: Dr. C. Tögel   

Das ist keine Antiquität, sondern mein "Sigi", den ich vor der Heimreise im Museumsshop des Freud-Hauses in London erwerbe. Seitdem beobachtet er an meinem Arbeitsplatz kritisch meiner Schreiberei.   Foto: D. Hösel

Nach unserer Rückkehr drehen wir noch den durch Anke von Wien aus organiserten historischen Rummelplatz  

Hinzu kommt ein Tag im Zug ( Berlin - Kiel - Berlin ) mit der renommierten Schauspielerin Simone von Zglinicki, die die Rolle von Martha, Freuds Ehefrau übernahm. Sie führt durch den Film und resümiert - in fiktiven Monologen - ihr Leben mit Sigmund.

Dann ist es geschafft... Das Material wird noch einmal gesichtet und für den Schnitt  ausgewählt. ( und so sieht übrigens eine Autorin nach durchwachter Nacht am Rechner aus... )  

Am 29. August 2000 hat der Film bei ARTE seine Bildschirm-Premiere.

Pressetext: "Wenn man zuerst das Meer sieht, den Ozean überquert, Städte und Länder als Wirklichkeiten erlebt, die so lange ferne, unerreichbare Wunschdinge waren, so fühlt man sich wie ein Held..."

Sigmund Freud war ein besessener Arbeiter. Doch mit der gleichen Besessenheit verfolgte er eine seiner größten Leidenschaften: das Reisen. Auch unterwegs ist er nie ganz Privatmann, immer ist er auch der Analytiker, immer wieder gibt es wichtige Schnittpunkte zwischen Leben und Werk. Gemeinsam mit seiner Frau Martha, der Person, die ihn wohl am besten kannte, begeben wir uns an Schauplätze, die ganz markant den Menschen und den Wissenschaftler Freud beleuchten.

Dreharbeiten mit Simone von Zglinicki

Martha, gespielt von der Schauspielerin Simone von Zglinicki, hat eine ganz eigene - und durchaus kritische - Sicht auf Leben und Werk ihres Mannes. Ein Leben lang stand sie im Schatten Freuds. Der Film gibt ihr Gelegenheit, mit liebevoll ironischem Blick seine Lebensstationen zu kommentieren.

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„ 360° - die GEO-TV- Reportage:  Feuerpatrouille” ( Waldbrände in Südfrankreich - mit Heidrun Noske als Ko-Autorin ) ARTE - 30 Minuten


Pressetext: Mit modernsten Löschmethoden kämpfen Feuerwehrmänner in Südfrankreich gegen Waldbrände
Jeden Sommer wüten in Frankreichs Süden verheerende Feuer. Allein in der Provence brennen dabei jährlich knapp 300 Quadratkilometer Wald ab - eine Fläche drei Mal so groß wie Paris. In dem bergigen und unübersichtlichen Gelände sind die Brandherde oft erst auf den zweiten Blick zu entdecken. Nur Ortskundige, die die Gegend wie ihre Westentasche kennen, können rechtzeitig vor den Feuern warnen. Jeden Tag während des heißen, trockenen Sommers gehen sie auf Patrouille.
Serge Abbes ist seit fast zwanzig Jahren Förster bei der "Office National de Forêt - ONF", der staatlichen Waldbehörde. Täglich überwacht er einen Waldabschnitt in der Nähe seines Heimatortes im Département Bouches-du-Rhône - einem beliebten provenzalischen Urlaubsgebiet. Er hält Touristen und Einheimische davon ab, im Wald zu grillen, Zigarettenkippen fortzuwerfen oder abgesperrte Gebiete zu betreten. Unermüdlich überwacht er Feuerschneisen und ermahnt die Hausbesitzer, ihre Häuser in einem Umkreis von fünfzig Metern von Bäumen und Gestrüpp zu befreien. Beim ersten Anzeichen eines Feuers muss er Alarm schlagen und im Ernstfall als Scout die Löschwagen der Feuerwehr direkt in die Gefahrenzone führen. Denn nur er kennt die gefährdeten Ortschaften in der Umgebung, die Beschaffenheit des Geländes und den Standort der Löschwasserzisternen.
Serge Abbes ist Teil eines großen Netzwerks: Im Département Bouches-du-Rhône gibt es insgesamt 125 "Sapeurs-Forestiers", sogenannte "Waldretter", die Feuerwehrmann und Förster gleichzeitig sind. Außerdem beobachten Profis und Freiwillige auf 31 Wachtürmen die trockenen Garrigue-Wälder. 4.000 Feuerwehrleute und die Löschfliegerstaffel "Pélican", die im Mittelmeer ihre Wassertanks aufladen und sie über den Brandgebieten ablassen kann, sind permanent in Bereitschaft. Die Feuerwachzentrale in Avignon koordiniert die Einsätze. Trotz aller Technik und Vorsicht bleibt Serge Abbes Arbeit gefährlich. Wenn er während einer Feuerpatrouille in einen Brand geraten sollte, helfen ihm nur seine Ortskenntnis, das Funkgerät und eine Portion Glück. Deshalb hofft Serge Abbes, dass das Feuer gar nicht erst ausbricht.

 

 

 “ 360° - die GEO-TV- Reportage:  Operation Alpentunnel”  ( Bau des längsten Eisenbahntunnels der Welt in der Schweiz ) ARTE - 30 Minuten

Das Gotthard-Massiv in der Schweiz. Foto: D. Hösel

Pressetext: Am Gotthard-Massiv in der Schweiz entsteht seit 1995 der längste Eisenbahntunnel der Welt: Die 57 Kilometer lange Strecke durch die Alpen wird die Fahrzeit zwischen Zürich und Mailand von fünf auf zweieinhalb Stunden verkürzen. Spezialisten aus aller Welt sind in die Schweiz gekommen, um über Jahre an diesem gigantischen Projekt mitzuarbeiten. Trotz Staub, Lärm, Hitze und vor allem Gefahr lieben sie ihre Arbeit - Tunnelbau sagen sie, ist eine Sucht.Ein Druck von 2,6 Tonnen pro Quadratmeter lastet auf dem Fels über den Männern. Der Lärm der Maschinen und Sprengungen ist ohrenbetäubend. Ein modernes Belüftungssystem kühlt die bis zu 40 Grad hohen Temperaturen im Bauch der Alpen auf ein erträgliches Maß herunter. Mehrere tausend Menschen ringen dem Berg Meter für Meter ab, um eines der ehrgeizigsten Verkehrsobjekte in Europa zu verwirklichen, den 57 Kilometer langen Gotthard-Basis Tunnel. An den Tunneleingängen, im Tessin und Uri fressen sich riesige Tunnelbohr-maschinen durch den Fels. An drei weiteren Stellen schufen die Arbeiter zunächst senkrechte Schächte bis hinunter auf das Tunnelniveau, um von dort aus Teilabschnitte in das Massiv zu sprengen. 24 Millionen Tonnen Abraum fallen an - fünf Cheopspyramiden ließen sich daraus bauen. Damit werden jedoch am Urner See Flachwasserzonen und Inseln gebaut, um das ökologische Gleichgewicht des Sees wieder herzustellen - eine Entschädigung für den jahrelangen unkontrollierten Abbau von Kies in diesem Gebiet. 2012 soll der erste Hochgeschwindigkeitszug durch den Tunnel fahren, etwa 6000 Menschen haben dann 17Jahre an seiner Entstehung gearbeitet. Die Zeit wird für Fahrgäste wie im Flug vergehen - nur 16 dunkle Minuten für 57 

Recherche im Bauch des Gotthard-Massivs    Foto: D. Hösel

  
 
Mehr Arbeitsfotos und Drehberichte folgen bald!